Langstreckenlauf und Berufserfolg

Kürzlich las ich eine interessante Geschichte, die ich hier zum Besten geben möchte.

Folgendes Szenario – Web-Entrepreneur, der “Kopf über” in der Firma steckt, jede Menge Projekte und noch mehr Papiere, alles halbfertig – und immer im Stress.

Seine Frau, hübsch, schlank, sportlich. Sie liebt Jogging – und das über Distanzen von 5, 10 und 21 km. Sie schafft es, Ihn loszueisen – zu einem 5 km Amateur-Lauf. Oh Gott-o-Gott werden einige sagen…

runner istolethetv 640x474px Langstreckenlauf und Berufserfolg

Der Lauf beginnt – alles läuft easy. Unser tapferer Micropreneur schlägt sich prächtig.

Klar, das schaff’ ich doch! Der erste Kilometer läuft prima, die nächsten beiden auch nicht schlecht.

Aber was hat das mit Berufserfolg zu tun?

Langsam, langsam – ich komm’ noch drauf.

Wie gesagt, guter Start, er läuft im vorderen Drittel mit, ist stolz. Nicht übel, hätte ich mir gar nicht zugetraut, denkt er so.

Mittlerweile ist die Hälfte der Strecke schon geschafft – klasse. Dann zwei Drittel. Wahnsinn, denkt er. Zwischenzeitlich ist er ins hintere Mittelfeld gerutscht.

Mit jedem weiteren Meter, den er zurücklegt, steigt der mentale Aufwand, obwohl die Strecke kaum anders ist. Zunächst kaum wahrnehmbar, später dann immer spürbarer. So nach etwa 80% der Strecke wird das Gefühl dann bohrend – wozu machst Du das eigentlich? – Musst Du Dir so ‘was eigentlich antun?

Diese oder ähnliche Gedanken tauchen immer häufiger auf.

Anfangen ist einfach. Schritt halten auch. 80% der Strecke durchzuhalten (Hmm. Pareto-Prinzip?) ist zwar anstrengend, aber machbar. – Aber das letzte Stück, obwohl kein Unterschied in Schwierigkeit oder physischen Anforderungen, benötigt jedes Gramm Willenskraft, um Schritt zu halten und gut das Ziel zu erreichen.

Ich habe keine Lust mehr, keine Kraft, denkt er. Aufhören. – Aufhören?

Wem schenke ich nun meine Aufmerksamkeit – meinem „ursprünglichen Ziel“ die letzten paar hundert Meter zu schaffen, und zwar möglichst gut – oder dem „inneren Schweinehund“, der Dir sagt – „wozu das alles“?

Schauen wir sich nun die grosse Gemeinde der „Praktikanten“ zum erfolgreichen Web-Unternehmer an, erkennen wir, das es vermutlich genau an dieser Frage und letztendlich auch der dazugehörigen Entscheidung liegt.

Habe ich nicht schon genug Kraft und Energie in das Projekt reingesteckt? – Das muss reichen.

Oder…

Das Ziel liegt so nah vor mir, ich kann es fast schon sehen, spüren, riechen – die letzten paar Meter schaff’ ich auch noch. Wäre doch gelacht !

Dampfen wir diese kleine Geschichte auf die Kernaussage, auf ein Wort ein, dann kommen wir auf…

Beenden.

Wie oft haben wir Projekte mit viel Euphorie begonnen, bis wir eines Tages den Spass daran verloren haben und aufgaben?

Wie weit waren wir dann von unserem Ziel entfernt?

Was haben wir mit diesem Abbruch erreicht, was ‘geopfert’?

Beenden – der „Authority Seite“, die Autoresponder-Nachrichten hochladen, die Artikelmarketing-Kampagne auslagern, den Verkaufsbrief beenden, kontinuierlich Links aufbauen – jeden Tag einige Produktrezensionen erstellen…

Dieser letzte Schritt ist der entscheidende; ohne den bleibt die Arbeit halbfertig und letztendlich umsonst. Wirkungsgrad: miserabel.

Sicher, die Welt ändert sich – und die Internet-Welt noch viel schneller als die reale Welt. Nischen entstehen und füllen sich, Quellen für „traffic“ entstehen und versiegen. Aber die Grundprinzipien bleiben.

Häufig sind es nur ganz kleine Schritte. Und eine abgeschlossene Aufgabe bringt uns einen Schritt näher ans Ziel. Für manchen zum erfolgreichen Unternehmer.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht ?

Bildquelle: runner – http://www.flickr.com/photos/istolethetv/

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The Lean Startup – Teil 2

Im ersten Teil von “The Lean Startup” haben wir über das Problem- und Lösungs-Team berichtet sowie über die Strategie der ’5 Warum’s’. Hier nun der zweite und letzte Teil der Mini-Serie.

Der Faktor Unsicherheit

Als Micro-Entrepreneur ist eine Eigenschaft der Situation gewiss: Der Faktor der Unsicherheit spielt eine große Rolle. Dies hat konkrete Auswirkungen auf Einkommen und Planung, ist aber auch in Punkten bemerkbar, die nur unterschwellig wirken.

Diese Unsicherheit macht nach Eric Ries die Situation des Startups aus. Für ihn ist die Unsicherheit aber durchaus auch als positiv zu betrachten, als ein Lernprozess der vorwärts geht.

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Schritt für Schritt vorgehen

In diesem Prozess sollte die Entwicklung eines neuen Tools oder Produkts unbedingt schrittweise vorwärts gehen. In der Softwareentwicklung ist es beispielsweise wichtig, neu entwickelte Features direkt beim Kunden zu testen, bevor der nächste Schritt unternommen wird.

Die Begründung dieser Vorgehensweise ist sehr einfach: Es macht keinen Sinn an einem Projekt weiter zu arbeiten, das vom Kunden nicht angenommen wird. Dieses direkte Feedback von der Zielgruppe muss in den Prozess eingebunden und davon gelernt werden.

Was als negativ empfunden wird, kann so leicht verändert werden. Mit Utility Tests und anderen Experimenten mit den Usern und Kunden soll ausserdem erfahren werden, wie das Endprodukt aussehen sollte. Dabei sollte sich nach Ries der Kleinunternehmer auf die grundlegenden Eigenschaften konzentrieren und nicht nur eine Optimierung einer bestimmten Eigenschaft anvisieren.

Makro-Ebene versus Micro-Ebene

Der Micro-Entrepreneur soll sich in diesem Fall nicht an den großen Unternehmen orientieren, die sich auf Optimierungen auf Mikroebene konzentrieren. Für ihn sollte die Makroebene die wichtigere sein, denn wer sich zu sehr auf die Mikroebene versteift, verliert das Gesamtprodukt leicht aus den Augen.

Der Lernprozess, der die Startup-Situation bestimmt, ist also im Idealfall von direktem Feedback durch die Kunden geprägt. Um einen Lean Start-up nach Ries zu erreichen, muss das Testen und Überprüfen des Produktes am Kunden zu einem Reflex werden, zu einer Selbstverständlichkeit, die in den Arbeitsalltag mit eingebunden wird.

Dieser Lernprozess und die einzelnen Schritte ermöglichen es einem jungen Unternehmen ihre Vision zu erreichen. Wenn der Entwicklungsprozess nicht starren Strukturen folgt, sondern flexibles Handeln zulässt, kann auf die Wünsche der Kunden besser eingegangen werden.

Andere Vorteile

Auch ist so ein besseres Zeitmanagement und Kostenminimierung garantiert, da auf regulärer Basis die Entwicklung hinterfragt werden kann. Ein Prototyp, der einem Freund vorgeführt wird, kann ein erstes Feedback generieren und beim weiteren Verlauf der Entwicklung helfen. Er rät davon ab, ein Startup allein auf das Kopieren eines bereits erfolgreichen Modells zu gründen.

Ries definiert ein Statup als ein Engagement, das dafür da ist, etwas neues zu schaffen aus einer großen Unsicherheit heraus. Diese Unsicherheit bezieht sich hauptsächlich auf die Ungewissheit, was der Kunde will.

Nicht das Produkt allein steht hierbei im Vordergrund, sondern das Unternehmen in seiner Gesamtheit. Seiner Meinung nach ist Entrepreneurial Management etwas anderes als General Management.

Video 1 – The Lean Start-Up
Video 2 – The Lean Start-Up

Bildquelle: IMG_0273.JPG – http://www.flickr.com/photos/stevenagata/

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The Lean Startup – Teil 1

Eric Ries ist Gründer und Geschäftsführer einer erfolgreichen Entwicklungsfirma für Software und Betreiber des Blogs startuplessonslearned.com. Sein Blog widmet sich der Frage, wie ein Startup erfolgreich gegründet und ein neues Produkt oder eine Dienstleistung erfolgversprechend auf den Markt eingeführt werden kann. Eric Ries will seinen Lesern praktische Tipps und Instrumente geben, mit denen sie arbeiten und klassische Fehler vermeiden können.

5434204349 2126b03ce9 b The Lean Startup   Teil 1

Warum sieht Ries diesen Blog als notwendig an?

Viele ehrgeizige Gründer und Startups machen sich seiner Meinung nach im Vorfeld zu wenig Gedanken darüber, wie der Service oder das neue Produkt beim Kunden auch tatsächlich ankommt. Die Frage, ob der Kunde das Produkt auch annimmt, wird nicht genügend untersucht.

Wer seine Zielgruppe und deren Wünsche aus den Augen lässt und sich allein auf seine Vision stützt, riskiert, dass das Projekt frühzeitig scheitert.

Nach Ries wird ein “Lean Start-up” erst dann möglich, wenn der Unternehmer sein Produkt an Kunden testet, noch bevor hohe Investitionen getätigt werden. Deshalb schlägt Ries den Aufbau zweier Gruppen innerhalb der Unternehmensstruktur vor.

  • Das “Problem Team” soll direkt mit dem Kunden interagieren, um herauszufinden, was er sich vom neuen Produkt wünscht und erhofft.
  • Das “Solution Team” kümmert sich um die technische Entwicklung des Produkts.

Als erster Schritt soll mit möglichst geringem Aufwand eine Art Prototyp entwickelt werden, der unter Umständen nur ein Minimum des Endprodukts darstellt. Ries Idee hinter diesem Tipp ist, dass die abgespeckte Variante eines Produkts oftmals die bessere ist.

Zwei Dinge gilt es ausserdem zu beachten:

  1. Es soll keine Zeit mit der Lösung eines Problems verschwendet werden, das eventuell auftreten könnte, zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht relevant ist; und
  2. es soll keine Zeit mit der Entwicklung eines Produktes verbracht werden, von dem nicht sicher ist, dass der Kunde es auch annimmt.

Wichtig ist, flexibel reagieren zu können. Bei Problemen oder eventuellen Fehlern muss die Firma in einer möglichst kurzen Zeit adäquat reagieren können. Das Unternehmen muss aus aktuellen Problemen lernen, um diese in der Zukunft vermeiden zu können.

Das Herzstück von Ries Ausführungen bildet das von ihm entwickelte Konzept der “5 WHYs” (5 Warum’s). Dieses Konzept soll bei der Lösung eines Problems helfen, und zwar nicht durch Schönheitskorrekturen an der Oberfläche, sondern durch Anpacken des Problems an seiner Wurzel. Durch die fünfmalige Wiederholung der Frage nach dem “Warum” soll schließlich das wahre Problem erkannt werden. Folgendes Beispiel verdeutlicht seine Idee:

A: Warum ist das passiert?

B: Weil ein neuer Code entwickelt wurde, der dieses Problem ausgelöst hat.

A: Warum hat dieser neue Code das Problem ausgelöst?

B: Weil einer der neuen Entwickler einen Fehler gemacht hat, was den Server abstürzen liess.

A: Warum hat er das getan?

B: Weil er neu ist und noch nicht genug über den Server weiss.

A: Warum wusste er nicht genug über den Server?

B: Weil sein Chef seine neuen Mitarbeiter nicht einarbeitet.

Dieses Beispiel zeigt, dass der Grund des technischen Problems eigentlich ein menschliches war. Eine Lösung in diesem Fall wäre, den technischen Fehler auszumerzen um sich danach dem Chef und seinen Mitarbeitern zu widmen.

Eric Ries möchte nicht, dass junge Unternehmer ihre Vision und ihre Idee aufgeben. Er will ihnen aber bewusst machen, dass auch die größte Vision aus vielen einzelnen Teilen besteht. Nur wenn diese einzelnen Teile erfolgreich sind und sich behaupten können, kann auch das große Ganze von Erfolg gekrönt sein. Und nur wer auf die Stimme des Verbrauchers hört, wird mit seinem Produkt Geld verdienen.

Was bedeutet dies alles nun für uns Kleinunternehmer? Wir sollten versuchen, unsere Idee in mehrere kleine Parts aufzuteilen. Wer kleine aber feine Dienstleistungen und Produkte schafft, die sich auf dem Markt behaupten, kann seine Dienste ausweiten und mit seiner Idee schlussendlich auch erfolgreich sein.

Bildquelle: Eric with some Lean Startup Folks – http://www.flickr.com/photos/bouldair/

Wird fortgesetzt.

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Die E-man-zipierung der Heimarbeit oder auch Männer bleiben daheim

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Vormals häufig als Witz dargestellt – die bügelnden Lockenwickler tragenden Hausfrau, die sich während des Bügelns ein Zubrot mit Telefonsex verdient – hat sich in den letzten Jahren zunehmend zu einer qualifizierten Tätigkeit entwickelt: die Heimarbeit.

Elance, oDesk und Freelancer.com sind Beispiele für Webseiten, mit den größten Netzwerken bewerteter und qualifizierter Technologie- und KreativexpertInnen. Elance unterstützt Unternehmen bei der professionellen Besetzung von Projekten und erspart diesen Zeit und Geld für Festanstellungen.

Die Webseiten helfen während des gesamten Arbeitsprozesses, von der Suche und Anstellung über die Zusammenarbeit bis hin zu Abrechnung. Dienstleister bieten Ihren Service über diese Webseiten an und verdienen Geld mit dem, was sie am besten können.

UnternehmensErfolg und UnternehmerErfolg

Sowohl Elance, wie auch oDesk bieten ihren Käufern und Verkäufern fernbediente Arbeitssysteme an, das Kleinbetriebe und andere Selbstständige mit Werkzeugen und optimalen Vorgehensweisen für die Heimarbeit versorgt. Dabei sind diese Webseiten unternehmerisch sehr erfolgreich. Elance beispielsweise verkündete, dass ihre Kunden seit ihrem Beginn im Jahre 2006 mehr als 100 Millionen US-Dollar in Rechnung gestellt haben und ihr professionelles Netzwerk auf mehr als 100.000 Dienstleistungsanbieter angewachsen ist.

Die Anzahl der pro Monat eingestellten Jobs belaufen sich derzeit auf ca. 20.000 und Rechnungen sind um mehr als 65% gestiegen, da mehr und mehr Unternehmen „Auf Anfrage“ einstellen, um in unsicheren ökonomischen Zeiten, ihre Flexibilität und Konkurrenzfähigkeit behalten zu können. Gleichermassen, nutzen mehr und mehr unabhängige FacharbeiterInnen und Kleinbetriebe Elance, um aus dem zunehmenden Trend der verteilten Arbeit Kapital zu schlagen und für das Angebot ihrer Spezialkenntnisse bezahlt zu werden.

Und wieder einmal – das Internet macht es möglich

„Das Internet verändert die Arbeitswelt rapide“, sagt Fabio Rosati, Geschäftsführer  von Elance. „Um das fernbediente Arbeitssystem auf Elance zu entwickeln, haben wir die besten Vorgehensweisen in traditionellen Arbeitsplätzen beobachtet, tausende von Fernarbeitsprozessen studiert und die Kunden einbezogen.“

Nick Dalton, der Geschäftsführer der 36omind GmbH, ein Unternehmen unter vielen, dem durch den Einsatz von Elance, oDesk und Co. ein schnelles Wachstum ermöglicht wurde. „Ich bin von einem Einzelunternehmer, einem Ein-Mann-Entwicklungsunternehmen, auf ein Unternehmen mit 6 Angestellten angewachsen. Bei einem solch steilen Wachstum bleibt einem wenig Zeit für administrative Aufgaben.

Mit Hilfe der vororganisierten Arbeitsabläufe ist es einfach die Arbeit zu erledigen und die Kunden zu verwalten. Mit nur einem Tastendruck kann ich meinen Wochenstatus und meine verfolgte Zeit in eine Rechnung integrieren und so bekommen meine  Kunden, alles was sie benötigen, ohne dass ich eine Menge Zeit auf das Berichtswesen verschwenden muss. Dabei ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dass sich immer mehr Männer in dieser ehemals von Frauen dominierten Arbeitswelt anbieten.“

..und das Fazit

Aber auch im oft als Revolution gepriesenen Internet finden sich die alten Geschlechterrollen wieder. Zwar hatten Frauen für eine Weile die Nase vorn im Rennen um die virtuelle Arbeitswelt, doch mit der Konsolidierung des virtuellen Arbeitsmarktes, ist auch hier die traditionelle Rollenverteilung klar zu erkennen: Frauen in der Aministration, Männer in der Technik. So zumindest erscheint das Ergebnis einer oberflächlichen Analyse der von den Fachleuten auf den oben genannten Webseiten angebotenen Fertigkeiten.

Bildquelle: Working mom – http://www.flickr.com/photos/26923422@N07/

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Ein Gehaltsanstieg von 1000% – Wer hätte das nicht gern

Eine Erfolgsgeschichte

Mark Fellows lebt in Virginia, nahe Washington DC. Er ist 29 Jahre alt und mit einer Grafikdesignerin namens Josie verheiratet. Er selbst hat für einige Zeit bei einigen Grafikfirmen gearbeitet, unter anderem eine der bekannteren und grössten weltweit. Während seiner Anstellung lernte er alles was das Handwerk erfordert. Mit seinem Bachelor in den Schönen Künsten und seinem Master in Kunstwissenschaften erhielt er eine Anstellung an einer Schule. Aber seine Leidenschaft zum praktischen Handwerk führte dazu, dass er sich bei einem der grossen Online-Vermittler eintrug, um weiterhin, neben der „Arbeit“, kleinere Aufträge zu erfüllen.

Freizeit-Freelancer

Was als Hobby begann, entwickelte sich jedoch schnell in ein tragbares Geschäftsmodell. Obwohl er auch vorher als Freiberufler Projekte bearbeitet hat, war es stets recht schwierig, neue Projekte zu akquirieren, speziell in dem Bereich, in dem er liebsten arbeitet: die Erstellung von Logos. Bis ein Freund ihn auf die Möglichkeiten der Online-Vermittlung aufmerksam machte und er sich anmeldete.

Trotz seiner offensichtlichen Begabung und Qualifikation, stellte er zu Beginn lediglich kleine Beträge in Rechnung; ca. 50 $ pro Logo. Aber bevor er sich versah, hatte er so viele Anfragen, dass er die Preise anziehen konnte. Nach und nach stieg sein Preis auf heute 500 $ pro Logo – eine Gehaltserhöhung, die manchen Angestellten blass werden lässt. Der Online-Vermittlungsservice bietet ihm die Möglichkeit die Projekte auszuwählen, die ihn interessieren und solche, die ihn nicht interessieren, zu ignorieren.

522842744 cf6b0dc6b4 Ein Gehaltsanstieg von 1000% – Wer hätte das nicht gernGelegenheit für eine gute Idee

Aller Anfang ist billig

Seine ersten Projekte wurden meist als Festpreis-Projekte abgewickelt. Auf seinem Vermittlungs-Profil gab er an, 50$ pro Logo in Rechnung zu stellen und konnte von dort aus direkt von einem interessierten Auftraggeber angeheuert werden. Mund-zu-Mund Propaganda half anfänglich besonders, das Geschäft ans Laufen zu bekommen. Viele seiner zufriedenen Kunden haben ihn direkt an Freunde und Arbeitskollegen weiterempfohlen.

Die Freiheiten der online Arbeit

Wie viele Online-Arbeitende kann er sich seine Arbeitszeit frei aussuchen. Da er ein ausgesprochener Nachtmensch ist, zieht er es vor, die meisten seiner Aufträge nachts zu erledigen und tagsüber zu schlafen oder seinen Hobbys nachzugehen. Wenn mehrere Aufträge gleichzeitig anstehen, stellt er auch schon mal den einen oder anderen temporären Mitarbeiter ein. Im Laufe der Zeit hat sich so ein kleines 5-köpfiges Team herausgebildet, dass entsprechend der anstehenden Aufgaben aushilft.

Wochenende war gestern

Ein Nachteil der Arbeit ist eindeutig die Notwendigkeit, stets verfügbar zu sein. So erwarten viele Kunden, das er auch am Wochenende schnell noch einen Auftrag erledigt – aber das gehört dazu. Das Internet kennt kein Wochenende. Nichts desto trotz geniesst er die Tatsache, dass seine Auftraggeber aus allen Teilen der Welt kommen und geographische Grenzen keine ernstzunehmende Rolle spielen. Als nachteilig erweist sich häufig der oftmals fehlende visuelle Kontakt mit dem Kunden. Speziell bei der Besprechung künstlerischer Ideen kann sich dies als hinderlich erweisen. Es lässt sich halt doch nur ein Teil mit Worten beschreiben.

Zu Hause ist wo das Büro ist

Die Tatsache von zu Hause zu arbeiten ist nicht nur mit Vorteilen verknüpft. Zwar ist es ein gutes Gefühl, sein eigener Boss zu sein und auch die Möglichkeit frei zu nehmen, wann immer der Chef es will, ist verlockend. Dennoch erledigt sich die Arbeit nicht von selbst. Ein freier Tag bedeutet meist auch eine deftige Mehrarbeit am nächsten Arbeitstag.

Kundenzufriedenheit über alles

Als grundlegendes Erfolgsgeheimnis seines Freelancer-Dasein sieht Mark seine Reputation. Für Anfänger ist es seiner Meinung nach sinnvoll, anfänglich niedrigere Preise zu nehmen, dafür aber eine schwer zu quantifizierende Reputation aufzubauen.

Und was hält Sie ab, sich selbstständig zu machen?

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Homepage – Visitenkarte für die Selbstständigkeit

2081101868 eb6e299eba z 640x441px Homepage   Visitenkarte für die Selbstständigkeit
Eine Reihe von Gründen sprechen für eine professionelle, oder zumindest professionell wirkende Erstellung Ihres Webauftritts. Die zwei Wichtigsten sind wahrscheinlich Marketing und Vertrieb.

Eine Homepage ist die moderne Form der Visitenkarte des Micro-Entrepreneurs, insbesondere wenn Sie virtuelle Leistungen anbieten. Hier zählt der erste Eindruck. Unvollständige Verlinkung, fehlerhafte Grammatik und Zeichensetzung, schlecht lesbare Texte; all dies trägt nicht dazu bei, dass Ihre Dienstleistungen oder Produkte als qualitativ hochwertig wahrgenommen werden. Vergessen Sie nicht: mehr als 75% aller Erwachsenen sind regelmässig im Internet auf Informationssuche. Unternehmer mit einer professionellen und leicht zu findenden Homepage werden daher bevorzugt.

Woher nehmen, wenn nicht stehlen – Fachkundige Unterstützung

Aber woher die Zeit und das Geld nehmen, um eine Webseite zu gestalten, zu vertexten und Bilder für diese zu finden. Eine Möglichkeit ist, die Gestaltung Ihrer Webseite an einen professionellen Webdesigner zu delegieren. Diese veranschlagen um die 1’500 Euro für die professionelle und oftmals sehr kreative Gestaltung der Webseite.

Ein Vorteil Fachleute anzuheuern besteht sicherlich darin, dass die Webseite gleichzeitig optimiert wird und einfache Internet Marketing-Prinzipien beachtet werden (auch als als SEO von und SME-Prinzipien bezeichnet). Diese sind für den gewöhnlichen Freelancer aus nicht webbezogenen Bereichen vielleicht nicht unbedingt offensichtlich.

Zugeschaut – mitgebaut

Eine andere Alternative ist die Webseite in einem Content-Management-System (CMS) zu erstellen. Dies ist quasi, eine meist kostenfreies Softwarepaket das einem, ohne großartige Software-, bzw. Programmierkenntnisse erlaubt, Inhalte für Webseiten zu erstellen. Die drei größtem auf dem Markt scheinen augenblicklich WordPress, Drupal und Joomla zu sein. Aber auch wenn keinerlei Vorkenntnisse notwendig sind, bedarf es doch einiges an Einarbeitungszeit. Hilfreich ist hier ein Teil-Outsourcing an eine erfahrerene Person, die sich leicht über einen der Freelance-Projektwebseiten, wie odesk, elance, freelancer etc., finden lässt. Diese kann die grundsätzlichen Einstellungen auf ihrer Domain vornehmen und sie müssen sich “lediglich” mit dem Feintuning beschäftigen.

Wie schaut es aus?

So weit, so gut. Jeder Freelancer sollte sich vor der eigentlichen Gestaltung einer Webseite über einige grundlegende Dinge Klarheit verschaffen. Die Antwort auf die Frage: „Wer ist meine Zielgruppe?“ bestimmt die Wahl einiger grundsätzlicher Aspekte.

  1. Domainname:
  2. Zuerst braucht man Webspace und einen Domainnamen. Diese bekommt man bei sogenannten Webhosts, die auch eine Überprüfung der Verfügbarkeit der Domainnamen erlauben, oftmals in einem Paketangebot. Kosten liegen ab ca. 3€ im Monat, abhängig von Paketumfang und Extras. Es existieren auch kostenlose Domains, diese erlauben jedoch keine weitreichende Individualisierung.

  3. Design:
  4. Das Design sollte Ihrer Zielgruppe angepasst sein. Farbwahl, Graphiken etc. sollten harmonisch zusammen spielen und die gewünschte Seriosität oder Abwesenheit derselbigen zum Ausdruck bringen.

  5. Struktur:
  6. Entscheiden Sie welche Oberthemen Sie behandeln wollen, welche Menüpunkte soll der Kunde einsehen können. Vergessen Sie dabei nicht, dass auch Vater Staat einige Anforderungen an gewerbliche Webseiten stellt.

    Diese Gesetzte sind teilweise landesspezifisch. In Deutschland handelt es sich hierbei im Wesentlichen um die Impressumspflicht nach dem Teledienstgesetz. Diese Anbieterkennzeichnung eines Internetauftritts ist vom Gesetzgeber seit 2001 – durch eine EU-Richtlinie initiiert – vorgeschrieben.

Grundsätzlich sind folgende Informationen erforderlich: Name (Vor- und Nachname) und Anschrift (Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort – kein Postfach) des Betreibers sowie die Kontaktmöglichkeiten per Telefon und E-Mail.

Texten bis der Arzt kommt

OK, sie haben einen Domainnamen, das Admin-Menü ist installiert, nun fehlen „nur noch“ die Inhalte. Leichter gesagt als getan. Nicht jedem fällt es leicht die eigenen Ideen in Worte zu fassen. Aber auch hier gilt: Warum nicht outsourcen? Das Internet wimmelt nur so von schreibe-talentierten Individuen. Professionelle Vertextung Ihrer Webseite kann bereits, je nach Umfang, ab 200 $ eingekauft werden.

Bildquelle: African Web 2.0 Sites (v2 – updated) – http://www.flickr.com/photos/whiteafrican/

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Zeit und Geld sparen für Job-Interview oder Auftragsvergabe

Mit 50’000 Downloads (Stand 2005) gehört Skype™ zu den meistgenutzten Videotelefonie und Chat-Programmen. Das erkannte auch ebay, die die Firma im September 2005 für 2,6 Milliarden US Dollar kaufte. Das Programm ist so beliebt und weit verbreitet, dass auch Arbeitgeber den Nutzen nicht übersehen können.

Virtuell Kosten sparen

Skype eröffnet die Möglichkeit, das viel gefürchtete Job-Interview, nun auch virtuell, durchzuführen. Warum lange Formulare zur Kostenerstattungen ausfüllen, wenn dies auch bequem von zu Hause aus erledigt werden kann. Keine Anfahrtkosten notwenig, nur ein Knopfdruck am eigenen Computer, um den potentiellen neuen Chef zu treffen.

Letztes Jahr alleine gab HP $1’000 pro Job-Kandidat aus, um diese zu einem Interview zu fliegen und für eine Nacht unterzubringen. Zugegeben, dies sind wahrscheinlich nicht die durchschnittlichen Lieschen Müllers, die beim Schlecker angestellt werden, aber auch Klein-, und mittelständische Unternehmen lernen zunehmend, dass sich auf diese Art einiges an Kosten und Zeit einsparen lässt.

Und dann kam der Hund

Selbstverständlich ist der Übergang vom persönlichen zum Online-Interview nicht ohne „Schluckauf“ von statten gegangen. Erst in den letzten Jahren, mit verbesserten Internetverbindungen, speziell im WLan-Bereich, kann heute ein solches Interview ohne grössere technische Schwierigkeiten erfolgen. Und hier gleich Tipp Nr. 1 – Bringen Sie den Hund oder Ihr Kleinkind aus dem Raum, bevor Sie mit einem solchen Interview beginnen (wir kommen später hierauf zurück).

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Was Skype™ nicht kann

Es zeigte sich bei HP jedoch schnell, dass auch ein virtuelles Video-Chat nicht den Eindruck ersetzten kann, den eine Person in einem persönlichen Gespräch hinterlässt und keine detaillierte Beobachtung der Gestik und Mimik der potentiellen Kandidaten erlaubt. Daher nutzen viele grosse Firmen das Programm als Vorauswahl zum gezielten Einladen lediglich einer kleiner Anzahl an Restkandidaten.

Kandidaten privat

Da SKYPE sich samt Computer meist im Haus der Interviewten befindet, bietet es einen guten Einblick in die Privatsphäre der Kandidaten. Von der alten Kaffeetasse bis zum unaufgeräumten Zimmer, dem Kameraauge und damit dem Auge des potentiellen Arbeitgebers bleibt nichts verborgen.

Ein zu nahes Heranlehnen an die Kamera kann selbst intime Details, wie die Nasenhaare des Kandidaten preisgeben. Und ein kontinuierlich bellender Hund oder ein nicht zu beruhigendes schreiendes Kind hinterlassen auch nicht unbedingt den besten Eindruck. Schliesslich kommt es bei manchen Positionen darauf an, wie gut man Probleme löst.

Initiative ergreifen

Aber nicht nur Arbeitgeber können Web-Interviews initiieren, auch als Kandidat mit Wohnsitz in Düsseldorf, sollten sie sich nicht scheuen einem potentiellen Arbeitgeber in München ein SKYPE-Interview vorzuschlagen. Bei virtuellen Jobs ist dies seit längerem bereits gang und gäbe, da der persönliche Kontakt zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer hier vielleicht nie notwendig wird.

Was also auf keinen Fall tun?

Zuerst einmal gilt es zu beachten, dass wir Personen über eine Kamera anders wahrnehmen, als im persönlichen Kontakt. Hier einige Profi-Tipps, die es zu beachten gilt und die seit langem in der Filmindustrie Anwendung finden (und wer will schon kein Filmstar sein):

  • Stellen Sie sicher, dass kein grelles Licht, z.B. von einem Fenster oder einer Lampe, scheint. Dies wird lediglich ihr Geicht verdunkeln.
  • Wenn Ihr Gegenüber redet ist es OK auf den Bildschirm zu schauen, sollten Sie jedoch reden, schauen Sie in die Kamera. Nur auf diese Weise können Sie Augenkontakt herstellen.
  • Vermeiden Sie weisse und stark gemusterte Kleidung. Sie möchten, dass der potentielle Arbeitgeber ihr Gesicht bemerkt, nicht Ihr T-Shirt.
  • Und nicht vergessen, auch der Hintergrund ist sichtbar, die Hausbar oder das Badezimmer, sind daher bestimmt nicht der beste Ort für die Durchführung.

Kritik ist bekanntlich einfach, hier einige Tipps, wie es besser klappt…

  • Kreieren Sie einen Rahmen. Wählen Sie einen neutralen Hintergrund und setzten sie sich in einem kleinen Winkel zur Kamera, damit sie nicht wie ein Sträfling auf einem Polizeifoto wirken.
  • Sitzen Sie aufrecht in Ihrem Stuhl, aber nicht zu nah an der Kamera. Eine gute Faustregel ist – die ersten drei Knöpfe ihres Hemdes sollten sichtbar sein.
  • Rufen Sie einen Freund an und lassen Sie sich eine Rückmeldung bezüglich Ihres Auftretens geben. Dies ist gleichzeitig ein guter technischer Trockenlauf.

Und natürlich sollten Sie niemals vergessen: es handelt sich immer noch um ein Job-Interview. Sie sollten daher alle Fragen, die sie an ihren potentiellen Arbeitgeber oder Auftraggeber haben, vorbereitet haben. Auch sollten sie, zumindest im oberen Teil Ihres Körpers, passende Kleidung tragen. Die Schlafanzughose sieht ja keiner…

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Virtuelle Assistenz – Zeit zum Durchatmen

Was gestern an einem Schreibtisch vor Ihrer Tür sass, ist heute vielleicht ein 20-jähriger Student von den Philippinen, oder auch eine, in einen farbenfrohen Sari gekleidete ältere Dame aus Indien – beide durch Welten und Ozeane von Ihren Arbeitgebern getrennt. Was sie verbindet? Eine Internetleitung und ein gemeinsames Interesse. 

Und wie immer, die USA…

Was in den USA schon seit 1999 praktiziert wird, steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Mehr Bekanntheit erlangte das Konzept durch das 2007 veröffentlichte Buch „Die 4-Stunden-Woche“ von Tim Ferris, sowie durch ein 2008 erschienenes Buch von Markus Albers „Morgen komm ich später rein“.

Was macht denn so eine VA?

Aber fangen wir vorne an: Was ist eigentlich eine Virtuelle Assistenz (VA)? Eine virtuelle Assistenz kommt meist in der Form eines Freelancers daher oder auch Kleinunternehmers, die professionelle administrative, technische oder kreative Unterstützung in allen erdenklichen (und outsourcebaren) Bereichen anbieten und, in den meisten Fällen, von zu Hause arbeiten. Und mit allen Bereichen, meinen wir hier alle Breiche, denn man kann bereits VPAs anheuern, die auch persönliche (P = persönlich) Aufgaben erledigen. Schätzungen, namenhafter Consultingfirmen, reichen von 8,000 bis 35,ooo Assistenzen weltweit.

VA Aufgabengebiete Virtuelle Assistenz – Zeit zum Durchatmen
Bei welchen Aufgaben ein Assistent alles helfen kann

Und wer kann damit was anfangen?

Speziell für mobile Berufe, wie Berater und andere Kleinunternehmen, die sich keine festangestellte Sekretärin leisten können oder wollen, stellt diese Form der Arbeitsweitergabe eine erholsame Alternative dar. Sie erlaubt dem überarbeiteten Selbständigen, seine Internetrecherche bezüglich der Marktübersicht potentieller Mitbewerber nicht doch noch um 12 Uhr nachts, ach Erledigung seiner Kernkompetenzen zu erledigen, sondern diese weiterzugeben und mit dem ruhigen Gewissen zu schlafen, dass jemand anderes am selben Strang zieht.

Die Aufgabenbereiche können dabei eine ganze Reihe kleinerer, aber auch grösserer Aufgaben und Projekte beinhalten. Dies hängt primär von der Qualität und Qualifizierung der virtuellen Assistenz ab.

Wie also eine geeignete Hilfe finden?

Das Auffinden einer geeigneten virtuellen Assistenz ist jedoch nicht immer so einfach. Eine kurze Webrecherche zeigt bereits, dass zwar eine Vielzahl an Interessenten existieren, aber gerade für Kleinunternehmer oder als Selbständige, denen Qualität wichtig ist und ihr Geschäft auf ihrer Reputation aufbauen, wollen sichergehen, dass sie auch entsprechend repräsentiert werden.

Probeprojekte, Referenzen und Vertrauen

Also bei der virtuellen Assistenz ist dies fast wie mit einem Arztbesuch: die meisten gehen mit der Empfehlung eines Kollegen, oder haben gehört, dass der und der dies und dies gehört hat und gut ist. Eine professionalisierte Form der Weiterempfehlung bieten Webseiten auf denen VAs oder allgemein Selbstständige Ihre Dienste anbieten. Diese kommen oftmals mit einem Bewertungsforum für erledigte Aufgaben und geben einem zumindest einen Anhaltspunkt über die mögliche Qualität und andere wichtige Aspekte, wie Termineinhaltung etc. der Arbeit des potentiellen Auftragnehmers.

Weiter weg oder näher ran?

Bei der Auswahl der Assistenz stellt sich sicherlich auch die Frage nach dem Preis? Jeder weiss über Niedriglohnländer, so beispielsweise Ukraine, Indien, Philippinen etc., hier kostet die Stunde oftmals nicht mehr als 2,99 US-Dollar. Allerdings manchmal mit zweifelhaftem Ausgang – nicht jede Aufgabe lässt sich gleichermassen nach Übersee verschiffen (nach dem Motto aus den Augen aus dem Sinn), sondern lässt sich sicherer im Inland bearbeiten. Im Inland schwanken die Preise zwischen 15 und 22 Euro die Stunde. Speziell bei kultur-, oder sprachsensiblen Aufgaben ist es ratsam auf bekanntere Qualität zu setzen. Aber natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, der Mischling sozusagen: Deutsche im (manchmal auch Niedriglohn-) Ausland.

Was das ganze bringt?

Es ist bestimmt einen Versuch Wert. Der Gewinn kann geradezu unermesslich und sicherlich schwer zu quantifizieren sein: mehr Zeit für die Familie, besseres Wohlbefinden, vor 11 Uhr nachts ins Bett und mehr Zeit für eigentliche Kundeaufträge, daher höherer Umsatz – mehr Zeit zum Durchatmen. Der Verlust bei einem Probelauf, auf der anderen Seite, hält sich dabei in Grenzen: 2-3 Stunden Suche und um die 60 Dollar für ein vordefiniertes Fixpreis-Projekt.

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Der Unterschied zwischen Tante Emma und eBay

Viele „erfahrene Menschen“ raten davon ab, sich selbständig zu machen. Warum? Ein häufig geäussertes Argument ist, dass sich im Krankheitsfall vom Unternehmer niemand mehr ums Geschäft kümmern kann. Die Alternative – teure Mitarbeiter, die dann Teile der Arbeit übernehmen können.
Vordergründig logisch. Aber doch zu kurz gedacht. Wieso?

Diese Aussage gilt vielleicht für einen „Tante Emma-Laden“. Ist Tante Emma krank, steht das Geschäft still. Oder anders herum gesagt – Tante Emma darf nicht krank werden, koste es, was es wolle. Die Holzkiste als natürliche Grenze. Kein wirklich prickelnder Gedanke.

Was ist das Problem?

Kommt ein Kunde rein, kann Tante Emma diesen Kunden bedienen. Kommen zehn Kunden rein, kommt Tante Emma schon ganz schön ins Schwitzen. Und der letzte Kunde wird langsam ungeduldig, weil sich Nummer drei nicht entscheiden kann. Tante Emma muss immer freundlich sein, denn vielleicht kommt Nummer drei noch öfter. Irgendwann geht Nummer zehn entnervt wieder raus, weil er unter Zeitdruck ist. Zielmliches Dilemma. – Tante Emma ist zwar unheimlich nett, aber alles muss durch Ihre Hände. Und genau das ist die Schwierigkeit: Sie ist der „Flaschenhals„.

Schauen wir uns im Gegensatz dazu eBay an. Kommt ein Kunde rein und tippt auf „Sofortkauf“ – kein Problem, der Kaufprozess wird abgewickelt. Kommen zehn Kunden und wollen sofort kaufen – ebenfalls kein Problem. Und mit einhundert Kunden – auch kein Problem.

277005902 c01bd703ea Der Unterschied zwischen Tante Emma und eBaySatisfaction is automatic! – © misocrazy 

Das teil-automatisierte Geschäft

Der Unterschied zwischen diesen beiden Geschäftsmodellen liegt im Verkaufsprozess. Bei Tante Emma muss immer mindestens eine Person physisch anwesend sein, während der Öffnungszeiten. Dieser Vorgang ist bei eBay automatisiert und funtioniert rund um die Uhr. Viele Web-Shops arbeiten nach einem ähnlichen Prinzip, unabhängig von der Grösse des Unternehmens. Dieses Verkaufssystem braucht auch Menschen, für die Wartung und Pflege, aber entkoppelt vom Verkaufsvorgang.

Besonders interessant ist dieses automatisierte Modell für den Micropreneur. Es müssen nicht mehr alle Arbeiten manuell ausgeführt werden – das weitet nicht nur den zuvor beschriebenen Engpass, es verbessert auch die Qualität der Abwicklung und vor allem die Erreichbarkeit. Das automatische System arbeitet 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 52 Wochen im Jahr. Und der Aufwand für Wartung und Datenpflege schrumpft auf ein Minimum.

Dank Erreichbarkeit rund um die Uhr, also auch ausserhalb der gesetzlichen Öffnungs- zeiten, steht höheren Umsätzen auch nichts mehr im Wege. Einen Teil der notwendigen Wartungsarbeiten kann ich zudem outsourcen, so dass ich eine recht grosse Hebelwirkung, d.h. Effizienz erreiche.

Zudem gewinne ich bei diesem Geschäftsmodell zeitliche Freiräume, die ich für strategische Arbeiten, wie z.B. Marktrecherchen, den Wettbewerb beobachten oder auch ganz einfach für meine Freizeit nutzen kann.

P.S.
Wie man an dem obigen Photo gut erkennen kann, funtioniert dieses System nicht nur im Internet  Der Unterschied zwischen Tante Emma und eBay . Neben Zigaretten- gibt es auch Kaugummi-, Blumen-, Milch-, Kondom- und auch Fahrradschlauch-Automaten. Habe ich welche vergessen?

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Outsourcing – Geheimnis für Reichtum und Freiheit ?

Outsourcing, zu deutsch Auslagern, ist bei Web-Marketern in aller Munde. Es wird als die Geheimformel für Reichtum und Unabhängigkeit gepriesen. Man nehme sich eine preiswerte Arbeitskraft aus Drittländern, schaufle alle lästige Arbeit ‘rüber und schon hat man den Kopf frei für ungezügelte Expansion und nahezu unbegrenztes Einkommen.

In den 90er Jahren war das Thema Auslagern ein Schlüsselwort, nicht nur in der deutschsprachigen Industrie. Ganze Produktionsbetriebe wurden nach Polen, Tschechien oder gar Indien und China ausgelagert um Waren billiger für den Heimatmarkt herzustellen. Knapp zehn Jahre später kehrt sich der Trend für viele Unternehmen wieder um und das Schlagwort heisst „insourcing“.

Was war der Grund dafür, was hat sich verändert?

Nun, ich denke ein wesentlicher Punkt ist, dass viele Unternehmer das Thema Qualität unterschätzt haben. Wir, in der westlichen Welt, haben Ansprüche an die Ausführungsqualität, die wir nicht ohne weiteres auf andere Kulturen übertragen können.

Ein paar Handgriffe einer anderen Person beizubringen ist das Eine – das „Feeling“ für das Produkt, die damit verbundene Qualität und Marke das Andere. Das braucht gute Vorbereitung, Geduld und Zeit.

Altes Prinzip neu entdeckt

Letztendlich ist Outsourcing nichts anderes als Delegieren – ich gebe Aufgaben ab, die andere genau so gut oder besser erledigen können als ich. Damit kann ich mich z.B. auf strategische Arbeiten konzentrieren. Also, wir delegieren (alle) die Aufgaben an spezialisierte Dienstleister, die wir selbst nicht effizienter ausführen können.

Darüber hinaus haben die Wahl zwischen Komplett-Anbietern und Freelancern. Zu Beginn werden wir wohl unterschiedliche Tätigkeiten in begrenzter Menge auslagern. Dann kommt eher ein Full-Service-Anbieter in Frage. Dieser will (verständlicher Weise) auch verdienen, was unser Sparpotential etwas mindert.

Wollen wir umfangreichere Arbeits-Blöcke delegieren, kommen auch Freiberufler, neudeutsch Freelancer in Frage. Nicht unerwähnt sollten hier studentische Hilfskräfte bleiben. Sie können sich so ihr Studium finanzieren und haben mitunter exzellente Anwender-Kenntnisse.

Sofern die englische Sprache keine Hürde darstellt, erschliesst sich in Osteuropa und Asien ein riesiges Potential gut bis exzellent qualifizierter Dienstleister. Dann wird aus dem „Outsourcing“ ein „Offshoring“, natürlich auch vor dem Hintergrund niedrigerer Löhne.

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Outsourcen – Was alles ?

Eine Frage, die sich nicht pauschal beantworten lässt – hängt natürlich ganz von der Art des Unternehmens ab. Gehen wir einmal davon aus, dass wir primär einfachere, manuelle Tätigkeiten vergeben und solche, die ausserhalb unserer Kernkompetenz liegen.

Hier ein paar Beispiele, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Sekretariat / Kundendienst

  • Daten eingeben
  • Texte formatieren
  • Präsentationen erstellen
  • Konferenzen organisieren
  • Reisen organisieren
  • Recherchen (Marktanalyse, Wettbewerb, Themen, Kontakte)

Web-Content

  • Recherchieren
  • Blog-Kommentare
  • Pressemitteilungen
  • Texten
  • eMails prüfen

Web-Marketing

  • Artikelmarketing
  • Social Networking
  • Affiliate Marketing
  • Eintragen in Verzeichnisse

Web-“Technik“

  • Web-Analyse
  • SEO (Suchmaschinen-Optimierung)
  • Backlinks erstellen
  • Webseiten pflegen

andere Tätigkeiten

  • Bildbearbeitung
  • Buchhaltung
  • Software-Entwicklung
  • Engineering-Leistungen

Diese Aufstellung erhebt, wie gesagt, keinen Anspruch auf Vollständigkeit; sie soll nur als Anhaltspunkt dienen. Vielleicht habt Ihr noch ein paar Ergänzungen parat.

Welche Vorteile bietet Outsourcing?

Gebe ich administrative oder vorwiegend manuelle Tätigkeiten ab, gewinne ich Zeit. Diese kann ich beispielsweise nutzen um weitere Geschäftsmöglichkeiten zu erkunden, Produkte zu testen oder neue Vertriebspartner zu finden. Ich erhöhe meinen Wirkungsgrad, meine Effizienz.

Da ich nicht mehr alle Arbeit meine Hände passieren muss, entfällt ein (der) Flaschenhals; ich kann schneller liefern. Das führt auch zu höherer Zufriedenheit des Kunden.

Steigt unser Auftragsvolumen, können wir weitere Freelancer hinzuziehen, ohne unsere Fixkosten zu erhöhen. Unser Geschäft wird skalierbar – sowohl nach oben als auch nach unten. Verändert sich der Markt, können wir viel schneller reagieren als mit fest angestellten Mitarbeitern. Einen Mangel an Know-how oder qualifizierten Mitarbeitern kann ich recht zügig beheben.

Ausgelagerte Tätigkeiten bieten zudem die Chance auf mehr Mobilität, da Daten und Informationen heute via Internet von überall her abrufbar sind. Ein erster Schritt um unsere Arbeit in Regionen zu erledigen, in denen andere Urlaub machen.  Outsourcing – Geheimnis für Reichtum und Freiheit ?

Wo liegen die Risiken?

Hier komme ich zurück zum Vergleich mit dem Delegieren. Stellen wir uns einmal vor, wir haben einen neuen Mitarbeiter eingestellt und geben ihm gleich zu Anfang eine schwierige Arbeit. Er wird sich bestenfalls durchbeissen, den Job nach bestem Wissen und Gewissen versuchen zu erledigen. Vielleicht ein, zwei Mal nachfragen, er will ja nicht nerven, und dann „sein Werk“ abliefern. Er hat sicher sein Bestes gegeben – aber das Ergebnis dürfte nicht dem entsprechen, was wir erhofft haben.

Beim Auslagern funtioniert es ähnlich.

Hier kommen noch erschwerende Faktoren hinzu – die Distanz – zwischen uns und ihm/ihr liegen einige hundert oder gar tausend Kilometer und die Sprache. Obwohl Englisch Weltsprache ist, ist sie für viele trotzdem eine Fremd-Sprache. Heisst also, wir können die Qualität der ausgelagerten Prozesse nur indirekt beeinflussen.

Was will ich damit sagen – eine langsame Steigerung des Schwierigkeitsgrades und eine klare Kommunikation, sei es nun über Skype, Anleitungen, Arbeits-Muster oder Video sind wesentliche Erfolgsbausteine. Deshalb müssen wir von Beginn an auf eine umfassende, zeitnahe und offene Kommunikation achten. Die Erfahrung zeigt jedoch grossen Aufwand für Kommunikation und Abstimmung zwischen den beiden Parteien. Das ist wohl der Grund, dass Outsourcing in Billiglohnländer zumindest in der Projektarbeit zurück geht.

Die Motivation für Outsourcing sollte also nicht eine reinen Kostenorientierung sein, sondern primär eine Qualitäts-, Wachstums- und Innovationsorientierung.

Darüber hinaus begeben wir uns in Abhängigkeit von Drittunternehmen und der Schutz unseres Know-Hows kann nicht unbedingt sichergestellt werden.

Fazit:

Outsourcing kann ein Schlüssel zu höherer Produktivität sein und damit zu mehr freier Zeit führen. Wichtig ist, klar definierte Arbeitspakete zu delegieren und den freien Mitarbeiter, abhängig von der Komplexität der Aufgabe, mit den geeigneten Werkzeugen schrittweise zum gewünschten Ergebnis zu begleiten.

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