Kürzlich las ich eine interessante Geschichte, die ich hier zum Besten geben möchte.
Folgendes Szenario – Web-Entrepreneur, der “Kopf über” in der Firma steckt, jede Menge Projekte und noch mehr Papiere, alles halbfertig – und immer im Stress.
Seine Frau, hübsch, schlank, sportlich. Sie liebt Jogging – und das über Distanzen von 5, 10 und 21 km. Sie schafft es, Ihn loszueisen – zu einem 5 km Amateur-Lauf. Oh Gott-o-Gott werden einige sagen…

Der Lauf beginnt – alles läuft easy. Unser tapferer Micropreneur schlägt sich prächtig.
Klar, das schaff’ ich doch! Der erste Kilometer läuft prima, die nächsten beiden auch nicht schlecht.
Aber was hat das mit Berufserfolg zu tun?
Langsam, langsam – ich komm’ noch drauf.
Wie gesagt, guter Start, er läuft im vorderen Drittel mit, ist stolz. Nicht übel, hätte ich mir gar nicht zugetraut, denkt er so.
Mittlerweile ist die Hälfte der Strecke schon geschafft – klasse. Dann zwei Drittel. Wahnsinn, denkt er. Zwischenzeitlich ist er ins hintere Mittelfeld gerutscht.
Mit jedem weiteren Meter, den er zurücklegt, steigt der mentale Aufwand, obwohl die Strecke kaum anders ist. Zunächst kaum wahrnehmbar, später dann immer spürbarer. So nach etwa 80% der Strecke wird das Gefühl dann bohrend – wozu machst Du das eigentlich? – Musst Du Dir so ‘was eigentlich antun?
Diese oder ähnliche Gedanken tauchen immer häufiger auf.
Anfangen ist einfach. Schritt halten auch. 80% der Strecke durchzuhalten (Hmm. Pareto-Prinzip?) ist zwar anstrengend, aber machbar. – Aber das letzte Stück, obwohl kein Unterschied in Schwierigkeit oder physischen Anforderungen, benötigt jedes Gramm Willenskraft, um Schritt zu halten und gut das Ziel zu erreichen.
Ich habe keine Lust mehr, keine Kraft, denkt er. Aufhören. – Aufhören?
Wem schenke ich nun meine Aufmerksamkeit – meinem „ursprünglichen Ziel“ die letzten paar hundert Meter zu schaffen, und zwar möglichst gut – oder dem „inneren Schweinehund“, der Dir sagt – „wozu das alles“?
Schauen wir sich nun die grosse Gemeinde der „Praktikanten“ zum erfolgreichen Web-Unternehmer an, erkennen wir, das es vermutlich genau an dieser Frage und letztendlich auch der dazugehörigen Entscheidung liegt.
Habe ich nicht schon genug Kraft und Energie in das Projekt reingesteckt? – Das muss reichen.
Oder…
Das Ziel liegt so nah vor mir, ich kann es fast schon sehen, spüren, riechen – die letzten paar Meter schaff’ ich auch noch. Wäre doch gelacht !
Dampfen wir diese kleine Geschichte auf die Kernaussage, auf ein Wort ein, dann kommen wir auf…
Beenden.
Wie oft haben wir Projekte mit viel Euphorie begonnen, bis wir eines Tages den Spass daran verloren haben und aufgaben?
Wie weit waren wir dann von unserem Ziel entfernt?
Was haben wir mit diesem Abbruch erreicht, was ‘geopfert’?
Beenden – der „Authority Seite“, die Autoresponder-Nachrichten hochladen, die Artikelmarketing-Kampagne auslagern, den Verkaufsbrief beenden, kontinuierlich Links aufbauen – jeden Tag einige Produktrezensionen erstellen…
Dieser letzte Schritt ist der entscheidende; ohne den bleibt die Arbeit halbfertig und letztendlich umsonst. Wirkungsgrad: miserabel.
Sicher, die Welt ändert sich – und die Internet-Welt noch viel schneller als die reale Welt. Nischen entstehen und füllen sich, Quellen für „traffic“ entstehen und versiegen. Aber die Grundprinzipien bleiben.
Häufig sind es nur ganz kleine Schritte. Und eine abgeschlossene Aufgabe bringt uns einen Schritt näher ans Ziel. Für manchen zum erfolgreichen Unternehmer.
Welche Erfahrungen haben Sie gemacht ?
Bildquelle: runner – http://www.flickr.com/photos/istolethetv/



Gelegenheit für eine gute Idee



